Jahresende 2018

So schlecht, wie es alle sagen, war 2018 für mich gar nicht. Ich habe schöne Sachen gemacht: Eine Kurzreise mit Freunden nach London, Geschäftsreisen nach Schweden und Serbien (wo ich vorher noch nie war), und zwei spannende Kurze im Sommer mit der lieben Schwester: Vögel beobachten und ordentlich Kajak paddeln lernen.

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So ein richtiger Birdwatcher bin ich deshalb jetzt noch immer nicht, aber ich kann die Grundlagen, und die meisten Vögel im Garten und am Strand vor meinem Haus benennen. Wenig gepaddelt bin ich, und noch weniger Rad gefahren, das soll sich 2019 ändern.

Ich habe auch wenig Computerspiele gespielt, und den meisten Spaß nach wie vor mit “Overcooked”, dass ich im Sommer mit beiden Geschwistern und dem Neffen spielen konnte, der langsam in das Alter kommt, wo ich meine Interessen mit ihm teilen kann.

Viel gelesen habe ich dafür. Goodreads zeigt 54 Bücher, was in etwa eines pro Woche ist, davon waren viele Hörbücher, und die besten waren die Checquy Files Serie von Daniel O’Malley, die Rivers of London Bücher von Ben Aaronovich, und allen voran die Broken Earth Serie von N.K. Jemisin. Es war ein Jahr mit vielen Serien von Hugo- und Nebula-Siegern; Auch die Imperial Radch Trilogie von Ann Leckie habe ich im zweiten Versuch zu Ende gelesen, und bin belohnt worden.

Kaum Filme geguckt, nicht im Kino gewesen (weil mein liebster Kinopartner leider durch eine schwere Krankheit in der Familie verhindert ist). Es sticht auch kein Film als der Beste hervor, aber ich gehöre zu denjenigen, die The Last Jedi nicht gehasst haben.

Bei den Fernsehserien war mein Favorit wie immer The Expanse, und ich bin froh, dass es dann doch nicht die letzte Season war. Am Ende des Jahres haben wir noch The Detectorists entdeckt, eine sehr knuffige Britische Comedy über eine Männerfreundschaft und ein exzentrisches Hobby. Zu Weihnachten stellte sich heraus, dass meine ganze Generation unabhängig voneinander Hilda geschaut hat, und wir die Show alle lieben, und mit den Kindern teilen wollten (die sie auch geliebt haben).

Woche 43: Geburtstagswoche

Diese Woche hatte ich Geburtstag. Eigentlich feiere ich das ja nicht mehr, aber diese Jahr habe ich noch kaum Freunde zu Besuch gehabt, da dachte ich, die Gelegenheit greife ich beim Schopf. Vor einem Monat etwa habe ich also alle norwegischen Freunde eingeladen, aber weil die meisten in Oslo wohnen, und viele kein Auto haben, habe ich fast nicht damit gerechnet, das jemand kommt.

Wir waren am Ende zu fünft, und es war sehr nett. Wir haben wie in alten Zeiten Bluff gespielt, und ein wenig Overcooked, was außer mir niemand kannte, weshalb das sehr chaotisch wurde. Ich liebe dieses Spiel! Ich habe morgens vor der Party noch einen Apfelkuchen gezaubert, den wir mit Vanilleeis gegessen haben, und abends gab es ein Linsengericht (und das übliche “wie, kein Fleisch?”).

Statt wie früher am nächsten Tag hinter jedem Sofa noch eine Pfandflasche zu finden, habe ich diesmal nur die Spülmaschine mit allen meinen kleinen Schüsseln voll gestapelt. Mit dem Alter essen wir wohl alle mehr, und trinken gemäßigter. Schön, dass es wohl allen geschmeckt hat.

Ansonsten diese Woche: Termin für ein EEG am Mittwoch gehabt, um zu bewerten, ob ich meine Medizin weiter nehmen muss. Das Krankenhaus hat mich auf dem Hinweg zu erreichen versucht, aber weil die Person am anderen Ende nur gestammelt hat, und ich die Nummer eh nicht kannte, kam es zu keinem Gespräch. In der Klinik angekommen wurde mir dann erklärt, dass die EEG Abteilung wegen Krankheit geschlossen sei, mein Gespräch mit dem Neurologen eine Stunde später aber doch stattfinden würde. Ich war zum Glück auf Wartezeiten vorbereitet, und habe die Stunde über im Wartezimmer gearbeitet. Pro Tipp: Das Krankenhaus-WLAN ist nicht für größere Software-Updates dimensioniert, die macht man lieber daheim. Da es keine EEG-Resultate zu besprechen gab, war das Gespräch mit dem Neurologen dann nicht sonderlich ergiebig. Es war ein neuer, der mich von meinem vorherigen Arzt übernommen hatte, und so konnten wir wenigstens ein wenig das beliebte Kennenlernspiel machen, wo er mir erzählt, was er aus meinem Journal über mich weiß, und ich das dann korrigiere.

Heute habe ich zum ersten Mal in meinem Leben die Zeitumstellung verpasst. Das liegt an genau zwei Uhren in meinem Haus: Die Uhr am Herd, die man manuell umstellen muss, und mein Wecker am Bett. Das ist eigentlich ein Funkwecker, aber den habe ich in Deutschland gekauft, und er sucht jetzt seit zwanzig Jahren vergeblich nach einem Signal aus Frankfurt. Es gibt einen Trick, wie man ihn manuell einstellen kann, aber dafür muss man natürlich am Abend vor der Zeitumstellung dran denken, und sich erinnern, wie der Trick funktioniert. Die Anleitung habe ich nämlich in den Neunzigern mal in einem Hotel in Brasilien liegen gelassen.

Aktueller Status:

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Woche 35: Vogelkurs, Technologie

Diese und nächste Woche sind wir auf einem Vogelkurs, organisiert von der lokalen Abteilung des Norwegischen Ornitologenverbands. Bisher hatten wir zwei Abende Kurs mit Vorträgen und einen Samstagmorgen im Feld, und es war sehr schön, etwas über die Natur in meiner Umgebung zu lernen, und Vogel-Nerds in ihrem natürlichen Habitat zu erleben.

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Seevögel und Greifvögel am See beobachten (Gjennestadvannet).

Nächste Woche ist die Schwester leider nicht mehr dabei, weil sie nach Deutschland zurück fliegt. Deshalb konnte ich heute beobachten, wie sie als normaler gebildeter Mensch mit eigentlich guten Computerkenntnissen mit einer typischen modernen Webseite umgeht. Oder wie mir ihr umgegangen wird, denn online einchecken auf der Webseite von Ryanair ist ja wohl eine extrem benutzerfeindliche Interaktion! Nachdem sie schon zur Bestellung des Tickets ein Konto anlegen musste, und sich an das Passwort heute nicht erinnern konnte, wurde das zu einem besonders schlimmen Spiessrutenlauf durch endlose Captchas, wo Fotos von Feuerhydrant in Vietnam identifiziert werden müssen, oder Straßenschilder angeklickt. Ist eigentlich jedes Schild, dass an einer Straße steht, ein Straßenschild, auch wenn darauf eine mir unbekannte Burgerkette ihr Restaurant bewirbt? Anschließend wird dann nach allen Regeln der Kunst versucht, den Kunden von seinem eigentlichen Vorhaben abzulenken, damit er vielleicht doch noch aus Versehen für ein drittes Gepäckstück bezahlt, obwohl er alle diese Angaben bei der Ticketbestellung schon gemacht hat. Immer mit den farbkodierten Formularen, wo der auffällige leuchtende Button derjenige ist, den man eben gerade nicht anwählen will.

Wir Softwareentwickler haben hier klar versagt. Die Profitgier und Jagd nach immer kleineren zusätzlichen Einnahmen aus Hoteldeals, Sitzplatzreservierungen und Upsells, die das Fliegen an sich schon unangenehm machen, spiegeln sich in diesen Webseiten in voller Wucht wieder, gepaart mit Tricks, die das Verhalten der Benutzer und ihre Frustration auszunutzen suchen, um sie dazu zu bringen, Fehler zu machen, die sich anschließend nur möglichst schwer korrigieren lassen. Als Entwickler muss man es vor seinem Gewissen verantworten, derart benutzerfeindliches Design zu implementieren, und ich fürchte, die wenigsten von uns machen sich darüber ernsthaft Gedanken, oder haben den Schneid, ihrem Projektleiter zu erklären, dass sie an so etwas nicht Teil haben wollen.

Geohashing

geohashing.png

This week I went to my first geohashing event ever. Report is on the wiki. We were four people, and one person that came at a different time so we didn’t get to meet. It was a lucky break: Normally, coordinates in the Oslo graticule are at locations that are really inaccessible. This time, it was in the outdoor seating area of a pub downtown.

Music Quiz

The following is one of my favorite pieces of music. Not because of it’s musical merits, but because it immediately conjures up the time around the Anarchy Online Launch, when we were working hard to Finish The Game. Somebody shared this around the office, and while I’m not sure about its origin, rumor has it that it was made by one of the guys in the audio department.

And now for to the quiz part of this post: Where are all those sound bites from? Having grown up with a lot of dubbing before I first heard this track, I had a vague idea about a few, and since then, new bits have been popping up every now and then when I was watching TV or movies. This is part of what makes this fun to me: I knew the sound bites first, and I’m finding the references later.

So far, I can tell:

  • Shall we play a game? is from War Games, of course.
  • We need more monkeys! … We’re formulating a new plan! – from Toy Story, the scene where they try to use they Barrel of Monkeys to save Buzz.
  • You said bullshit and experience is all it takes, right? – Google says this is from 48 Hrs, which I never saw.
  • Beavis and Butthead are in there, probably a clip from the “Vistual Stupidity” computer game.
  • Unorganized Grabasstic Pieces of Amphibian Shit is from Full Metal Jacket
  • Not enough time is from Heat.

But there’s a lot of them I have no clue about. Got any ideas?

Shakespeare’s Pulp Fiction

ACT I SCENE 2. A road, morning. Enter a carriage, with JULES and VINCENT, murderers.

J: And know’st thou what the French name cottage pie?
V: Say they not cottage pie, in their own tongue?
J: But nay, their tongues, for speech and taste alike
Are strange to ours, with their own history:
Gaul knoweth not a cottage from a house.
V: What say they then, pray?
J: Hachis Parmentier.
V: Hachis Parmentier! What name they cream?
J: Cream is but cream, only they say le crème.
V: What do they name black pudding?
J: I know not;
I visited no inn it could be bought.

More here.

Linkage Six

Today I’ve got a list of Difficult English Words you can use to impress your friends with and really stand out as the nerd you are. If you’re also a coder then you may appreciate this collection of bit twiddling hacks — there’s something there for everyone, and of course it also has the famous HAKMEM bit counting algorithm. City Shrinker makes large things look very small. It’s hard to believe that these aren’t models. For the audiophiles and cat-lovers, here’s Purrcast, the sound of cats purring. And last, but not least, this man is my new hero.