Security Berlin Tegel

Einen Nachtrag zur Berlin-Reise habe ich noch. Wir sind mit EasyJet von Berlin Tegel aus geflogen, wegen Schulferien in Berlin. Nie wieder Easyjet! Da ist jetzt auch kein Handgepäck in der Kabine mehr erlaubt, wenn man nicht Fast-Pass oder ein anderes Upgrade gekauft hat. Nur noch die Handtasche bzw. den Laptop-Bag kann man mitnehmen.

Wie schon in Oslo auf unsere Helsinki-Reise gab es auch in Berlin wieder Ärger beim Versuch, den “freiwilligen” Körperscanner zu vermeiden.

Security: “Warum wollen sie das denn nicht?”
Ich: “Das ist freiwillig, und ich möchte nicht”
Security: “Ja, aber sie müssen doch einen Grund haben. Haben sie einen Herzschrittmacher?”
Ich: “Nein, aber das ist auch ohne Schrittmacher freiwillig.”
Security: “Nein, sie müssen mir einen Grund nennen.”
Ich: “Na gut, dann sagen wir Gesundheits- und Datenschutzbedenken.”
Security: “Okay. Kann mal jemand zum abtasten kommen?”

Prima. Der Spießrutenlauf, durch den ich da muss, um von meinem Recht Gebrauch zu machen, ist unangenehm, hält die ganze Schlange hinter mir auf, und alle anderen Passagiere hassen mich.

Der Abtaster kommt, hat auch Fragen: “Haben sie einen Herzschrittmacher?” Ich: “Nein, Krebs”. Daraufhin Stille, er macht seine Sache richtig, im Gegensatz zu Helsinki, wo sie das mit dem Abtasten dann vergessen haben. Dann werde ich noch zur zufälligen Sprengstoffkontrolle geschickt, wo sich auch eine Schlange bildet, da muss wohl noch die Quote für den Tag voll werden. Totale Zeit, um durch die Security zu kommen war geschätzt über 15 Minuten, und der Sicherheitsgewinn für meine Mitreisenden ist natürlich negativ. Tipp für Leute mit Bombe im Gepäck: Einfach hinter mir an der Security anstellen, denn zwei in Folge werden sicher nicht zur Sprengstoffprobe geschickt, und mich erwischt es jedes Mal, als Vergeltung für die Umstände, die ich dem Personal mache.

Weihnachten 2018: Reisen

Zum Ende des Jahres habe ich nicht mehr viel im Blog geschrieben. Ich war zur Weihnachtszeit in Deutschland bei meiner Familie, und habe den Computer nur für Netflix angemacht.

Wie üblich habe ich Klagen über das Reisen in Europa. Letztes Jahr bin ich mit dem Zug von NRW bis nach Vestfold gefahren, und das hat so lange gedauert, dass ich dieses Jahr trotz der schlechteren Ökobilanz wieder das Flugzeug gewählt habe. Der Flieger nach Hamburg kam aus London, und wahrscheinlich weil es in Oslo so viel Schnee gab, ist er 30 Minuten zu spät gelandet.

Diesmal hat mir Norwegian mein Kabinengepäck gelassen, aber die letzten Passagiere mussten erst einmal alle wieder aussteigen, weil für ihre Rollkoffer kein Platz mehr war. Wenn man weiß, wie groß das Flugzeug ist, und ohnehin schon zu spät dran, dann sollte man evtl. einen freiwilligen (Gratis-) Cabin-Check machen, ehe man alle Leute mit ihrem Krempel in die Maschine stopft, nur um sie dann wieder raus zu holen. Wir waren also echt spät dran, und ich hatte in Hamburg 48 Minuten eingeplant, um meinen Zug zu bekommen. Die waren futsch, noch ehe wir im Landeanflug waren, denn wir hatten Gegenwind.

Jede Hoffnung, dass ich mit einer etwas späteren S-Bahn doch noch einen hoffentlich verspäteten ICE am Hauptbahnhof kriegen könnte, war dahin, als wir nach der Landung gebeten wurden, uns alle wieder hin zu setzen, damit die Polizei einem Passagier aus dem Flugzeug helfen könne. Danke, junger Mann, und frohe Weihnachten auch. Der ICE war also weg, und ich habe gelernt, dass ein Monate im Voraus gebuchter Sparpreis nur dann etwas spart, wenn man den Zug auch kriegt, für den er gebucht wurde. Wegen der Zugbindung habe ich ein neues Vollpreisticket gebucht, eine Stunde später. Als wenn die Reise nicht eh schon teuer genug war, aber für die Familie tut man’s ja.

Die Rückreise lief dafür genau wie geplant: Ankunft in Tønsberg so spät, dass kein Bus mehr fährt, dafür dann Taxi im Feiertags- und Nachttarif genommen.

Nächstes Mal, wenn es denn eines gibt, nehme ich wieder Bus und Bahn. Und in zehn Jahren haben wir vielleicht einen Tunnel nach Dänemark. Dass es zu meinen Lebzeiten noch einmal eine Direktverbindung mit Hochgeschwindigkeitszügen durch Skandinavien geben wird, darauf wage ich nicht zu hoffen.

 

Woche 48: Reisen zu Weihnachten

Ich bereite mich auf Weihnachten vor, denn es ist auch dieses Jahr nicht zu vermeiden, dass ich dafür nach Deutschland reisen muss.

Da stellt sich als erstes die Frage: Wie reisen? Ich muss nach NRW, und die Optionen sind Bahn oder Flugzeug, denn die Fähre ist inzwischen viel teurer als sie es vor Jahren war, und da muss man immer noch viel Bahn fahren, entweder von Dänemark aus oder von Kiel. Außerdem dauert es unheimlich lange, Oslo-Kiel in 17 Stunden, und ist entweder total langweilig oder eine Sauftour voller “fröhlicher” Menschen.

Das Experiment mit der Bahn habe ich letztes Jahr zum ersten Mal gemacht. Der Zug ist ja ökologisch viel besser als der Flieger, und ich fahre auch gerne im Zug. Das Problem sind eher die äußeren Umstände: Es hat von Tür zu Tür volle 27 Stunden gedauert, weil es keine Schnellzüge gibt, sondern nur Intercity (oder bessere Regionalbahnen). Besonders durch Dänemark war es schlimm. In einem kleinen Kaff an der See habe ich vier Stunden auf einem zugigen Bahnhof gesessen, ohne eine vernünftige Sitzgelegenheit oder eine Steckdose für meinen Laptop mit der kaputten Batterie. Der Hauptbahnhof von Kopenhagen ist größer, aber nicht weniger zugig, und um 4 Uhr nachts hat dort nur der McDonalds offen. Viel schlimmer aber, auf Klo gehen kann man auch nicht, wenn man kein dänisches Kleingeld hat. Ich habe also meinen Reiseplan geändert, bin zum Flughafen weiter gefahren, statt am Bahnhof auf meinen Anschluss zu warten, und habe dort im Burger King gegessen, das Klo benutzt, und ein paar Stunden gewartet bis mein Anschlusszug vom Hauptbahnhof dort vorbei fuhr. In Stockholm war es dann wenigstens schon wieder hell, und ich konnte in einem Kaffee sitzen, während ich meinen Zugwechsel zu NSB wartete, aber insgesamt habe ich von den 27 Stunden etwa 15 Stunden nicht in einem Zug gesessen, sondern mich kalter Zugluft und Rauchern ausgesetzt. Zug scheidet also aus, auch wenn ich inzwischen weiß, wie man die Reisezeit um ein paar Stunden drücken könnte.

Meine Familie ist im Sommer mit dem Flieger von Hamburg nach Sandefjord gekommen.Das ist der Lokalflughafen für mich, und wäre prima, weil man da gut Anschlüsse nach Hause bekommt, aber die Fluggesellschaft dort ist Ryanair, und die sind nicht nur moralisch zweifelhaft, sondern haben die Linie nach Hamburg zeitweilig wieder eingestellt, wahrscheinlich weil ihnen das Personal zu viel streikt. Es fliegt derzeit niemand von Sandefjord auch nur irgendwo nach Deutschland. Polen oder Ungarn, kein Problem, die ganzen Handwerker wollen wohl über die Feiertage auch bei ihren Familien sein. Aber ich? Oslo ginge noch.

Der Flughafen in Oslo ist 2 Stunden Bahnfahrt von meinem Haus entfernt, und die beste Fluglinie von dort ist Norwegian. Deren Preise sind noch anständig und der Service ist eher wie bei einer großen Airline. Keine Abzocke wie bei Ryanair jedenfalls. Aber nach Deutschland fliegen ist auch dort schwierig, und Ende November ist es schon ziemlich spät. Option eins: Düsseldorf, mit Zwischenstopp in Malaga (!!), 9 Stunden Reisezeit. Option zwei: Berlin, zum dreifachen Preis eines normalen Fluges, wegen Weihnachten. Option drei: Hamburg, normaler Preis, Direktflug, aber nur am 19.12. oder eine Woche später, und Rückflüge kosten auch schon das dreifache.

Ich habe mich also am Ende für Hamburg entschieden, und den Rückflug ab Schönefeld gebucht. Dazu kommen noch Bahnreisen, die die Reisezeit dominieren, und gemeinsam noch einmal so viel kosten wie die Flüge. Nicht zu schweigen von dem norwegischen Taxi, dass ich am Ende nehmen muss, weil zur Zeit meiner Rückkehr die Busse schon den Betrieb eingestellt haben (lange Bahnfahrt vom Flughafen), das sind noch einmal fast 300 Kronen. Meine Familie weiß hoffentlich, was sie mir wert sind.

German police spies on journalists

In another blow for journalistic freedom in Germany, it’s been revealed today that the police has been wire-tapping journalists of tagesschau.de and NDR radio. This is apparently covered by paragraph 129a, one of those anti-terror laws that have done nothing to protect us, and everything to make everyday people’s life hell.

Link in German and some information in English (towards the end of the article).

This comes after last week’s revelation that police have been rifling through everybody’s mail. Link also in German, I’m afraid.

German parliament amends law on data storage, wire-tapping

Yesterday, Germany lost one of the cornerstones of its constitution. The fundamental rights of journalists to keep their sources confidential, the Hippocratic oath and attorney-client confidentiality have all been sacrificed.

The International Press Institute calls on Germany to rethink that strategy:

The proposed amendment creates different classes of protection, with defence attorneys, parliamentarians and members of the clergy beyond scrutiny in the first class. By contrast, journalists would be treated as less worthy of protection, with investigating magistrates having the right to require journalists to divulge their communications if doing so is in the interests of the prosecution.

Link

ADSL @ Germany

ADSL Modem

I really like the fact that I had my ADSL connection a day before I was moving into my new apartment. You can’t fault Alice for being slow. Neither can I fault them for much else: Their contract has a 4 week cancellation period, as opposed to everyone else’s 2 years, and they are 5 Euros/week cheaper than the competition. Oh, and they also don’t require me to have a landline like everybody else. Great, because I didn’t intend to get one.

One thing though: Their installation CD didn’t like my PC. “Your language is not supported”. So they decide that because my Windows is English, it wouldn’t help me if they installed their German-only software, and I’m better of without any software at all. And without an option to override that decision. Well…. It turns out I *am* better off without, but that’s because I’m a geek who can browse the CD and find the relevant PDF, and already knows how to set up his router anyhow.

Drinking in Public

The German news reports that the organization of German cities would like to make playgrounds and tourist attractions alcohol-free zones. I’m sure that for my fellow Norwegians, the idea of drinking in playgrounds seems preposterous (the whole idea of drinking in public is suspect, really). It seems like an easy decision, but as the article explains, even attempts at creating smoke-free playgrounds are still only in a pilot-project stage.

Stranger in a Strange Land: Cycling

The most important thing among the 20 kilos of luggage I was allowed to bring on the plane was my beloved bike. I may have a rather small selection of clothes and books as a result (the rest of my stuff may be coming here in late August), but I get to exercise after work.

Cycling in Germany is different from cycling in Norway. To start with, there are more choices of roads – Germany is basically a lot of roads with people in between, where Norway is a lot of mountains with almost no good place to put a road.

Continue reading