Private Event Planning

For my recent birthday, I wanted to invite my Norwegian friends, old and new, to a restaurant in Oslo. For many years, Facebook events were my go-to solution for this, especially in these times where nobody does email anymore. And let’s face it, I don’t even have the personal email for some of these people, only work emails from three jobs ago.

The problem with Facebook events is Facebook. Being invited to an event apparently doesn’t qualify as noteworthy enough for the algorithm that it would send you a notification. Many of the people I invited told me later that they didn’t see the invitation until after the event was over, and they were sorry they didn’t make it. Many of the invitees have given up on Facebook, and never check it. And another group isn’t on Facebook at all, and can’t be invited. I contacted some of them using other methods, but none of those people remembered to put the event in their calendar – we apparently need electronic reminders for everything now.

In the end, we were still a dozen attendees, and a good time was had, but I need a better solution for next year, and I honestly have no idea what it is.

I rate Facebook events 1 out of 5 stars.

D-Link 320L NAS repair

I have had a cheap-ish D-Link NAS running at my home for years. Last week, it broke. The drives were audibly still spinning up, and the activity light was blinking, indicating that it booted, but then went dark. Nothing on the network, no way to tell what was up.

There are two 4 TB drives in the enclosure, configured as RAID1. My immediate suspicion was that the mirroring might be out of sync. A bit of Google research told me that the box is a tiny Linux machine using Linux RAID partitions.

The first thing I did was to remove one of the drives. That made the other one the only drive in the array, and with no discrepancies, the NAS showed up on the network again, and allowed me to take a backup of my data. Which only confirmed my earlier suspicions.

Next, I put both drives in an old Linux desktop that had the required SATA slots, and Linux’s mdadm recognized them as being formatted for a RAID, but out of sync. dmesg said something about kicking sdb2 out of the array, so I used mdadm -a to put the array back together, and the array began rebuilding, which took a few hours, but eventually gave ma a working RAID1 array again. I was able to insert the drives back into the D-Link enclosure, and now it boots up and works just as before.

Lessons learned:

  1. My D-Link NAS cannot recover on its own.
  2. Linux skills pay unexpected dividends.
  3. I should have configured remote syslog logging before this happened. Fixed that first thing.
  4. It is probably time to buy a new device. This one is out of service, has never been 100% reliable, is pretty loud, and has no fancy extras.

Now that I know the disks are still in good shape, I’ve ordered a 2-bay Synology. I’m looking forward to the built-in Plex server, support for more than SMB 1.0, and hopefully a better management interface, too.

Wider die Wegwerfgesellschaft

Letzte Woche haben wir unser Büro in Drammen aufgelöst. Ich war seit Beginn der Pandemie nicht mehr dort, und werde ja auch in Zukunft nicht mehr dort arbeiten, und für einen Mitarbeiter, der zwei Tage die Woche dort sitzt, ist es zu groß.

Neben der Frage, wohin wir die Server dort umziehen, und in welchen Schritten, mussten auch die Büros selbst geleert werden. Außer Möbeln bedeutete das eine Menge Elektronik, die sich über die Jahre angesammelt hat. Da habe ich gemerkt, dass ich doch einer anderen Generation angehöre. Ich habe mir meinen ersten Computer noch vom Mund abgespart, und bin nicht mit einem iPhone aufgewachsen, das jedes Jahr für da neuste Modell eingetauscht wird. Es tut mir weh, funktionierende Geräte in den Elektroschrott wandern zu sehen, und ich habe eine Menge Kram gerettet, den niemand anders noch haben wollte. Nachhaltigkeit fängt im eigenen Haus an.

So besitze ich jetzt u.a. ein Apple TV, wenn auch ein älteres Modell, was prima ist für meinen Bedarf: Ich gucke entweder Netflix oder Filme und Serien vom Plex-Server in meiner Wohnung, und für beides habe ich bisher meinen Spiele-PC anschalten müssen, was ziemlich lange dauert, laut ist, und auch mehr Strom schluckt, als nötig.

Eben jener Plex Server lief bisher auf einem Raspberry Pi 2, der leider ziemlich schwachbrüstig ist. Neuerdings läuft er jetzt auf einer ASUS Chromebox, die auch noch im Büro stand, und auf der ich jetzt ein Linux installiert habe. Das Gerät ist keine Wunderkiste, aber trotzdem ca. 50 mal so schnell wie die olle Himbeere.

Jetzt muss ich nur noch die Kamera zum laufen kriegen, die ich im Regal gefunden habe. Eine Canon EOS 400D, für die die Batterien fehlen. Kein ganz frisches Modell, aber bessere Bilder als mein Telefon sollte sie wohl machen. Ali Express to the rescue!

Telefonsorgen

So richtig toll ist das Handy (Huawei P10 Lite) leider nicht mehr. Nicht nur, dass die 16 GB Speicher ständig voll sind, weshalb ich mich zwischen Hörbuch und Podcast unterscheiden muss, und ständig Apps austauschen (gestern z.B. musste ich Facebook deinstallieren, um den Sonos Controller für die Lautsprecher im Büro zu installieren). Inzwischen macht auch die Batterie keine ganzen Tag mehr durch, wenn ich sie nicht vorsichtig manage, d.h. alle Radios (GPS, Bluetooth, Mobildaten) abschalte, wenn sie nicht in Gebrauch sind. Verstärkt wird das Problem dadurch, dass die USB Ladebuchse ausgeleiert ist, und ich es nicht mehr zuverlässig laden kann. Da stehe ich dann schon mal Abends nach der Arbeit ohne Busticket da, weil das ja heutzutage auch in einer App lebt.

Heute gab es ein extra krasses Beispiel dafür, wie viel die verschiedenen Radios brauchen. Ich habe erstmals seit dem Kauf den Fitnesstracker angeschaltet für meine Inseltour in der Mittagspause, und der will das GPS benutzen, während ich gleichzeitig mein Buch höre, also ist Bluetooth auch an (der Klinkenstecker für Kopfhörer ist schon länger hinüber, es geht also wie bei Apple nur noch drahtlos). Nach 50 Minuten Tracking schaltete das Handy sich ab, als ich gerade wieder daheim war, weil der Batterielevel 0% erreicht hatte. Sage und schreibe 4 Stunden war ich da wach, und das Telefon nicht mehr geladen worden.

Das Ergebnis ist trotzdem schön, den Tracker kann man gebrauchen:

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Abenteuer Internetshop

Am Mittwoch ist meine Lieferung aus China gekommen. Ich brauchte zu meinem neuen Computer zwei Adapter für meine alten Monitore, und die habe ich für $7,50 in China bei Deal Extreme bestellt. Anfang Februar, Lieferzeit 7-10 Tage. Direkt am nächsten Tag hat der Händler das Geld von meinem Paypal Account eingezogen.

Zwei Wochen später war meine Bestellung noch immer “in Bearbeitung”, und nachdem ich freundlich gefragt habe, ob es ein Problem gäbe, war sie plötzlich “in der Post”.

Nachdem die 10 Tage Lieferzeit verstrichen waren, ohne dass ein Päckchen eintraf, habe ich dann Anfang März noch einmal gefragt, was denn nun sei, und wurde aufgeklärt, dass es sich bei der Lieferdauer um 11-20 Arbeitstage handele, und ich Geduld haben sollte. Und siehe da, das Päckchen kam dann auch irgendwann, und zwar genau an dem Tag, an dem ich eigentlich mein Geld zurück erstattet haben wollte.

Funktioniert hat dann nur einer der beiden Adapter, der zweite war DOA. Auf meine Anfrage, wie ich denn jetzt mein Geld zurück bekommen könnte, gibt es bisher noch keine Antwort, aber ich rechne damit, dass mir in 14 Tagen bestellt wird, ich solle den kaputten Adapter doch Zwecks Austausch per Einschreiben nach China schicken.

Es hat sich nicht gelohnt, das Zeug im Internet zu kaufen, und nächstes Mal lasse ich mich doch lieber wieder vom lokalen Elektrohandel schröpfen, der 170 Kronen pro Stück haben will. Leider kriegen die im Gegensatz zu China schlechte Konditionen von der norwegischen Post, und können keinen Gratis Versand anbieten, sondern verlangen ein Heidengeld für ein Päckchen, das ich mir dann auch noch beim lokalen Postamt abholen muss. China dagegen sendet mir das kostenfrei als Brief direkt in den Postkasten. Da muss sich etwas ändern, Leute. Ich würde ja auch persönlich im Laden antanzen, wenn der nicht in einem Gewerbegebiet liegen würde, in das von mir daheim kein Bus geht, und zu dem ich wegen Winterwetter und Schotter auf allen Wegen auch nicht mal eben mit dem Fahrrad fahren will. Mehr Busrouten, die nicht nur sternförmig die Innenstadt mit den Vororten verbinden, könnten ein Gewinn für das lokale Gewerbe sein? Wenn es schon in der Innenstadt keinen brauchbaren Elektrohandel mehr gibt?

Der zweite Monitor ist jetzt erst einmal analog über VGA angeschlossen, bis ich doch mal zum Elkjøp komme, oder ein Wunder passiert.

Saftladen

Nach einer echt gebrauchten Woche wollte ich mir Freitag etwas Gutes tun, und einen neuen PC kaufen. Auf refurb.no habe ich für wenig Geld einen schicken Desktop mit 12GB Speicher gefunden, der zwar nicht mehr der neuste war, aber für meine Zwecke genau richtig. Ich brauche keinen High-End Gaming PC im Arbeitszimmer, eine schnelle CPU und genug Speicher sind mir wichtiger.

Also habe ich den Rechner bestellt, und da es schon Wochenende war, nicht damit gerechnet, dass ich vor Montag etwas höre, aber das ganz Wochenende voller Vorfreude dran gedacht. Hachz!

Samstag wollte ich noch einmal auf die Details gucken, habe in der Suche nach dem Angebot geschaut, es aber nicht mehr gefunden. Na gut, dachte ich, das ist ein gebrauchter PC, da hatten sie vielleicht nur noch einen von. Aber schau, da ist er noch einmal, nur mit doppelt so viel Speicher, und 50% teurer. Hmm.

Heute morgen kam dann eine Mail: Der Rechner könne leider nicht geliefert werden, weil er gar nicht auf Lager ist. Heul! Wie kann so etwas passieren? Mein Verdacht: Die haben den gleichen Rechner zweimal eingestellt, in einer günstigen und einer teuren Variante, um verschiedene Kundensegmente auszuloten. Und als über das Wochenende dann beide bestellt wurden, haben sie das teurere Modell konfiguriert und verschickt, und dann war für mich keiner mehr da.

Leider hat der Laden auch keine vergleichbaren Rechner anderer Hersteller (außer eventuell von Lenovo, aber Lenovo kaufe ich nicht). Ich suche also weiter.

Woche 35: Vogelkurs, Technologie

Diese und nächste Woche sind wir auf einem Vogelkurs, organisiert von der lokalen Abteilung des Norwegischen Ornitologenverbands. Bisher hatten wir zwei Abende Kurs mit Vorträgen und einen Samstagmorgen im Feld, und es war sehr schön, etwas über die Natur in meiner Umgebung zu lernen, und Vogel-Nerds in ihrem natürlichen Habitat zu erleben.

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Seevögel und Greifvögel am See beobachten (Gjennestadvannet).

Nächste Woche ist die Schwester leider nicht mehr dabei, weil sie nach Deutschland zurück fliegt. Deshalb konnte ich heute beobachten, wie sie als normaler gebildeter Mensch mit eigentlich guten Computerkenntnissen mit einer typischen modernen Webseite umgeht. Oder wie mir ihr umgegangen wird, denn online einchecken auf der Webseite von Ryanair ist ja wohl eine extrem benutzerfeindliche Interaktion! Nachdem sie schon zur Bestellung des Tickets ein Konto anlegen musste, und sich an das Passwort heute nicht erinnern konnte, wurde das zu einem besonders schlimmen Spiessrutenlauf durch endlose Captchas, wo Fotos von Feuerhydrant in Vietnam identifiziert werden müssen, oder Straßenschilder angeklickt. Ist eigentlich jedes Schild, dass an einer Straße steht, ein Straßenschild, auch wenn darauf eine mir unbekannte Burgerkette ihr Restaurant bewirbt? Anschließend wird dann nach allen Regeln der Kunst versucht, den Kunden von seinem eigentlichen Vorhaben abzulenken, damit er vielleicht doch noch aus Versehen für ein drittes Gepäckstück bezahlt, obwohl er alle diese Angaben bei der Ticketbestellung schon gemacht hat. Immer mit den farbkodierten Formularen, wo der auffällige leuchtende Button derjenige ist, den man eben gerade nicht anwählen will.

Wir Softwareentwickler haben hier klar versagt. Die Profitgier und Jagd nach immer kleineren zusätzlichen Einnahmen aus Hoteldeals, Sitzplatzreservierungen und Upsells, die das Fliegen an sich schon unangenehm machen, spiegeln sich in diesen Webseiten in voller Wucht wieder, gepaart mit Tricks, die das Verhalten der Benutzer und ihre Frustration auszunutzen suchen, um sie dazu zu bringen, Fehler zu machen, die sich anschließend nur möglichst schwer korrigieren lassen. Als Entwickler muss man es vor seinem Gewissen verantworten, derart benutzerfeindliches Design zu implementieren, und ich fürchte, die wenigsten von uns machen sich darüber ernsthaft Gedanken, oder haben den Schneid, ihrem Projektleiter zu erklären, dass sie an so etwas nicht Teil haben wollen.

Woche 29: GDPR, DSGVO, FUD

Die große Schwester ist zu Besuch, und am Wochenende wollten wir aus den Johannisbeeren in meinem Garten Kuchen backen. Wir haben da letztes Jahr ein tolles Rezept gefunden, und hatten auch noch das Lesezeichen im Browser. Allerdings führt der Link zu foodnetwork.com, und dort gilt inzwischen:

This site is not available in your country.

Wer in Europa wohnt, sieht das in letzter Zeit immer häufiger. Aus Furcht vor der neuen EU-Datenschutzverordnung (GDPR, in Deutschland bekannt als Datenschutzgrundverordnung oder DSGVO) und den hohen Strafen gepaart mit fehlender Aufklärung haben mehr und mehr amerikanische Webseiten beschlossen, dass Leser aus Europa für sie unwichtig sind, und auf jeden Fall nicht das Risiko einer Klage wert. Zumal man als amerikanische Firma vor europäischen Gerichten ja offenbar generell einen schweren Stand hat. Über das Google-Urteil neulich wird in den Kreisen auch mit Unverständnis reagiert.

Das Kernproblem ist, dass Amerika weder Regelungen gegen Kartellbildung und Monopolisten hat, noch Verbraucherschutz kennt. In Europa haben wir solche Regeln, und als Verbraucher finde ich es eigentlich gut, dass die strikt sind. Wenn man allerdings ein Geschäftsmodell hat, dass auf der Weitergabe von persönlichen Daten und Werbung besteht, dann ist Europa als Markt durch diese Regelungen jetzt noch uninteressanter als zuvor.

Man könnte also sagen, dass das Gesetz funktioniert. Es funktioniert nur nicht so, wie es sich seine Schöpfer vorgestellt haben.

Die Macher des Gesetzes haben sich gewünscht, dass alle Anbieter von ihren Nutzern eine Genehmigung einholen, Daten zu speichern und weiter zu geben. Das führt dort, wo es funktioniert, zu noch komplizierteren Cookie-Warnungen, die von den Betreibern und ihren UI-Experten daraufhin optimiert wurden, dass Besucher genervt auf “ich erlaube Euch alles” klicken, nur um den Artikel lesen, der hinter der Warnung versteckt ist. Aber selbst da kann man als Betreiber noch genug Dinge falsch machen, und für eine amerikanische Firma wie z.B. Food Network, die ein Teil von Discovery sind, ist die Kalkulation einfach: Eine korrekte Umsetzung der europäischen Verordnung kostet viele Arbeitsstunden, und die verlorenen Einnahmen durch Werbung sind minimal, da die meiste Werbung sich eh an amerikanische Kunden wendet. Dem gegenüber steht das Risiko, im Falle eines Fehlers mit einer Millionenstrafe überzogen werden. Im Vergleich dazu ist es super einfach, die Seite für alle Besucher mit einer IP-Adresse außerhalb Nordamerikas zu sperren.

Und so wird aus dem weltumspannenden Internet, dass die Menschen zusammen bringt, immer mehr eine Sammlung von Inseln, die nicht mehr miteinander sprechen. Es ist echt zum heulen manchmal. Ich sehe persönlich hier die Schuld weder bei der EU noch bei den Firmen, die hier die Notbremse ziehen, sondern bei der Kommerzialisierung des Internets, und den Geschäftsmodellen, die auf immer aggressivere und gezieltere Reklame setzen, die ohne Eingriffe in die Privatsphäre nicht auskommt.

Wir haben den Kuchen am Ende doch machen können, dank cachedpages.com und dem Google Cache. In Zukunft machen wir halt lokale PDFs von allen Rezepten, oder drucken sie aus, wie in der Steinzeit.